Alle Jahre wieder…

Diese Seite enthält Werbung in Form von Produkterwähnungen, Links und Fotos. Ohne Auftrag, ich berichte aus meiner persönlichen Sicht und Erfahrungen.

Wir alle kennen sie. Wir alle hassen sie. Wir lieben sie. Und wir kehren immer wieder zu ihnen zurück. Zu unseren ganz persönlichen, asphaltgewordenen Monstern.
Wir steigen immer wieder gegen sie in den Ring. Ein Mal, zwei Mal… und am Ende verlassen wir den Ring eben doch als Sieger.
Ich möchte euch heute von einem meiner persönlichen Monster berichten.

Reach the next level

Eine Tour, 140 km und rund 1800 Höhenmeter.
Als ich diese Tour 2016 zum ersten Mal gefahren bin, war ich blutiger Anfänger. Und ich war mir nicht sicher. Dennoch bin ich auf die Strecke gegangen.
Ich kann Euch sagen, ich habe sämtliche verfügbaren Emotionen durchlebt. Freude, Wut, Verzweiflung, Angst, Erleichterung und Stolz.
Auf solchen Touren lernt man sehr viel. Über sich selbst, seinen Kopf, das Durchhaltenvermögen und die Kraft, die man hat, wenn man eigentlich glaubt, am Ende zu sein, Konzentration und Ruhe zu bewahren.
Und natürlich auch unerlässliche Basics für die Zukunft: immer dafür sorgen, dass man genug Verpflegung dabei hat, falls es unterwegs keinen Nachschub gibt, sicherstellen, dass alle Akkus (Navi UND Handy) die Tour überleben, Werkzeug und Licht dabei zu haben… und SCHALTEN. Blutiger, blutiger Anfänger eben. Kein Wunder, dass man abkackt, wenn man versucht, Steigungen im zweistelligen Bereich auf dem großen Blatt zu fahren.
Wie dem auch sei, ich habe es im Kampf gegen mich selbst geschafft. Damals. Irgendwie.
(Die letzten Kilometer habe ich im Dunkeln mit dem Bus zurückgelegt. Mein Körper hat sich schlichtweg geweigert, noch einmal auf das Rad zu steigen.)

Traumhafte Landschaft

Gestern also der dritte Anlauf.
Beim zweiten im letzten Jahr hatte ich Gesellschaft. Das kann man machen, das hilft dem Kopf. Aber bezwingen musste ich sie letzten Endes ja doch allein.
Und ich sage Euch – man erkennt JEDEN Punkt wieder, an dem man gestanden hat, nicht mehr weiter wollte, kurz vor der völligen Verzweiflung – und man strahlt über das ganze Gesicht, wenn man merkt: Hey, das läuft heute richtig gut!

Die Kirche im Edersee habe ich übrigens bei den letzten zwei Anläufen „übersehen“ – sprich, ich hatte einfach keinen Kopf mehr für die Landschaft, weil ich damit beschäftigt war, gegen mich selbst anzukämpfen.

Ich habe gesiegt, auf ganzen 140 km. Dabei hat es mir geholfen, auf den letzten Kilometern nicht zu wissen, welche Abschnitte ich noch fahren muss. Für mich ist das der Tod, wenn mein Kopf anfängt, durchzugehen, was ich noch bewältigen muss. Dann weiß ich das lieber nicht so genau und nehme die Anstiege, wie sie eben kommen. (Und es kamen noch einige…)

Einzig die Ehlener Straße/Im Druseltal und ich haben noch eine Rechnung offen. Aber die begleichen wir im nächsten Jahr.

Lächeln konnte ich auch nach 100 km noch

Hier noch einige Eckdaten zur Tour:
Die Tour befindet sich bei Kassel und startet etwa am Parkplatz zum Bergpark Wilhelmshöhe.
Um mir die gesamte Steigung am Schluss (noch) zu sparen, bin ich am unteren Ende der Ehlener Straße eingestiegen, dort gibt es einige Wanderparkplätze.
Der Straßenbelag ist zu 75 % sehr gut, bei den Abfahrten muss man sich selten Sorgen um plötzlich auftauchende Schlaglöcher machen.
Die meisten Straßen sind sowohl wochentags als auch am Wochenende wenig von Autos befahren, allerdings auch bei Motorradfahrern beliebt.
An den Wochenenden sind viele kleinere Tankstellen und Cafés geschlossen, außer an den üblichen Anlaufpunkten. Dafür finden an den Wochenenden in vielen der kleinen Orte Dorffeste statt, auf denen man sich gut stärken kann.
Manchmal hilft es, Google nach Tankstellen in der Nähe zu befragen. Viele liegen nicht offensichtlich direkt an der Strecke, dafür nicht weit davon entfernt.

Das Höhenprofil:
Tja, was soll ich dazu sagen?! Es geht rauf und runter, rauf und runter, rauf und runter… Es gibt eigentlich keinen längeren Abschnitt, der wirklich flach ist.
Aufpassen am Anfang: nach der Unterquerung der Autobahn geht es gleich ein Stück richtig hoch, im zweistelligen Bereich. Rechtzeitig schalten! 😉


Gps-Daten zum Download und mehr Infos zur Tour findet ihr hier.


Abschließend, weil ich nun schon einmal da (= in der Nähe) war und meinen Beinen noch beweisen wollte, dass sie nach wie vor auch andere Bewegungen beherrschen als das Pedalieren, bin ich mit dem Auto (ja, im Ernst, mit dem Auto!!!) bis zum Herkules-Denkmal gefahren.

Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

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